Seltsamer Fund bei der Fensterwartung: Was in einer leerstehenden Wohnung in Essen-Altendorf entdeckt wurde
Ein ungewöhnlicher Schaden bei einer routinemäßigen Fensterwartung
Im Rahmen einer regulären Fensterwartung in einem Mehrfamilienhaus in Essen, genauer im Stadtteil Altendorf, stießen wir auf einen Schaden, der auf den ersten Blick nur schwer einzuordnen war. Was zunächst wie eine unscheinbare Beschädigung an einem Fenster wirkte, entpuppte sich bei genauerer Untersuchung als Folge einer ungewöhnlichen und zugleich problematischen Nutzung.
Bei der Kontrolle eines Fensters in einer leerstehenden Wohnung fiel auf, dass der Fensterrahmen sowie der Flügel deutliche Druck- und Verschleißspuren aufwiesen. Schnell wurde klar: Hier handelte es sich nicht um einen gewöhnlichen Defekt durch Alterung oder falsche Bedienung.
Die Ursache: Zweckentfremdung des Fensters
Nach genauerer Betrachtung zeigte sich, was vermutlich passiert war. Offenbar hatten ehemalige Bewohner der leerstehenden Wohnung Kabel zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel eingeklemmt. Durch das Schließen des Fensters wurde das Kabel fixiert und gleichzeitig so stark belastet, dass sich die Isolierung beschädigen beziehungsweise entfernen ließ.
Das Vorgehen wirkt improvisiert, verfolgt jedoch ein klares Ziel: die Gewinnung des im Kabel enthaltenen Kupfers. In nahezu jedem Strom- oder Installationskabel befindet sich ein Kern aus Kupfer – ein Rohstoff, der aufgrund seines Materialwertes immer wieder Ziel von Diebstahl und Weiterverwertung wird.
Statt die Isolierung mit Werkzeugen zu entfernen, wurde hier offenbar das Fenster als eine Art „Hilfsmittel“ genutzt. Das Einklemmen zwischen Rahmen und Flügel führte jedoch nicht nur zur Beschädigung der Kabel, sondern hinterließ auch sichtbare Schäden am Fenster selbst.






